Umnutzung einer ehemaligen Folterkammer

Zeitraum 2019

Kategorie:

Umnutzung einer ehemaligen Folterkammer_Anerkennung

Ein Ort staatlicher Gewalt zu einem Ort für Demokratie und Menschenrechte

Mit diesem Wettbewerb sollen kreative und offene Vorschläge für eine öffentliche Einrichtung gesammelt werden, die die Geschichte des „Folterraums in Namyeong-dong“ nicht nur architektonisch und räumlich, sondern auch im Kontext eines sozialen Netzwerks von Beziehungen widerspiegeln.

Ziel ist es, auf Grundlage der historischen Identität von Namyeong-dong Lösungsansätze im Sinne der Stadterneuerung zu entwickeln. Die baulichen Eingriffe wurden dabei bewusst auf Maßnahmen wie die Erweiterung geeigneter Wegeführungen für Ausstellungsräume sowie den partiellen Rückbau von Deckenplatten beschränkt.

Die architektonischen Elemente des Ortes, insbesondere jene im Zusammenhang mit der früheren Nutzung, bleiben grundsätzlich erhalten, werden im Rahmen eines räumlichen Konzepts jedoch als Teil eines Erinnerungsortes neu interpretiert.

Darüber hinaus wird vorgeschlagen, durch An- und Neubauten bestehende Funktionen zu ergänzen und durch neue gemeinschaftliche Programme den Platz sowie das umliegende Quartier zu aktivieren.

So soll der Ort zu einem öffentlichen Raum transformiert werden, in dem Besucherinnen und Besucher die Geschichte von Demokratie und gesellschaftlichem Wandel als Teil unseres kollektiven Lebens wahrnehmen, Mitgefühl für die Opfer entwickeln und zugleich Raum für Aufenthalt und Begegnung finden.